Die ersten Anwendungen elektrischer Lichtquellen im Fotostudio gehen auf das Ende des 19. Jahrhunderts zurück. Das Kunstlicht setzte sich danach immer mehr in den Ateliers durch, bis es schliesslich in den 1960er Jahren allmählich durch Studioblitzanlagen abgelöst wird.
Um 1925 präsentieren die Gebrüder Laurent und Augustin Seguin in Frankreich mit dem «Stroborama» den ersten parktisch einsetzbaren Elektronenblitz. Die kurze Leuchtzeit und die kurze Aufladungszeit ermöglichen eine schnelle Aufnahmefrequenz, um Bewegungen in Einzelbildern aufzunehmen. Der Blitz entsteht als Folge einer elektrischen Entladung in einem Glaskörper, der mit dem Edelgas Krypton gefüllt ist. Die dazu erforderliche elektrische Energie wird in einem Kondensor gespeichert.
Der Franzose Paul Laporte trug sich bereits 1936 mit der Idee, eine tageslichtähnliche Xenonlampe an einer elektrischen Spannung zu verwenden. Der amerikanische Physiker Harold Edgerton hat 1939 das erste Studioblitzgerät entwickelt. Der russische Ingenieur Dimitri Rebikoff befasst sich mit diesem Thema um 1943 in Paris, und in der Schweiz ist es Pierre Bron, der sich für die Produktion von Elektronenblitzgeräten entschliesst und diese 1953 unter der Marke Broncolor auf den Markt bringt. Portable Blitzgeräte der Anfangszeit sind voluminös und schwer: Der Generatorteil enthält auch die wiederaufladbaren Akkus, doch führt der Fortschritt der Elektronik zu einer sukzessiven Miniaturisierung der Geräte.